50 Jahre Gefäßchirurgie Österreich – endovenöse Therapie

Österreichische Gesellschaft für Gefäßchirurgie 50 Jahre alt!

Sie wurde am 8. Dezember 1968 gegründet und ist somit die zweitälteste gefäßchirurgische Fachgesellschaft Europas.Die 50. Jahrestagung der ÖGG fand vom 19. bis 22. September 2018 in Wien in den Räumen der Österreichischen Nationalbibliothek statt.Es wurden wissenschaftliche Sitzungen zu allen relevanten Themen der Gefäßmedizin, teilweise mit geladenen Referaten organisiert.Um den vielen internationalen Kontakten Rechnung zu tragen, hat auch eine Sitzung des Chapter of the German Speaking Countries gemeinsam mit Vertretern der Society for Vascular Surgery und der Gefäßchirurgischen Gesellschaften Deutschlands und der Schweiz stattgefunden.

Wir gratulieren den österreichischen Kollegen ganz herzlich zu diesem Jubiläum und bedanken uns gleichzeitig für die Einladung zur 50. Jahrestagung!

https://www.oegg-jahrestagung.at

1. Symposium: Endovenöse Therapie von Krampfadern

Im ersten Symposium nach der Festsitzung wurde gleich eines der heissen Eisen der Gefäßmedizin, die endovenöse Therapie von Krampfadern auf die Tagesordnung gehoben. Dazu waren 3 im Fach endovenöse Therapie fundierte Referenten eingeladen worden.

 

 

Die Moderation der Krampfader- Session durch Dr. Michael Mellek

 

 

 

Endovenöse Therapie von Krampfadern: Radiofrequenz – Ablation Closurefast – Therapie

Frau Dr. Sanja Schuller – Petrovich aus Wien berichtete von eigenen umfangreichen Erfahrungen bei der Anwendung endovenöser Therapie von Krampfadern. Sie berichtete über eigene 3- Jahres – Ergebnisse beim Einsatz des Radiofrequenzkatheters. Die Verschlusseffektivität nach endovenöser Therapie mittels Radiofrequenz lag hier bei 94,6% aller behandelten Venen.  Frau Schiller Petrovich stellte im Anschluss an ihre eigenen Ergebnisse auch umfassend den Stand internationaler Studien zur Radiofrequenztherapie im Vergleich zum klassischen radikalchirurgischen Stripping dar. Im Ergebnis gab es von ihr ein klares Bekenntnis zur endovenösen Therapie von Krampfadern.

 

Endovenöse Therapie von Krampfadern: VenaSeal – Venenkleber – Ergebnisse bei 2009 behandelten Venen an 1087 Patienten

Im Anschluss an Frau Dr. Schuller – Petrovich berichtete Dr. Ulf Th.Zierau von SAPHENION Berlin /Rostock über eigenen Ergebnisse endovenöser Therapie von Krampfadern – mit der Verklebung von Stammkrampfadern mit dem VenaSeal – Venenkleber.  Er stellte die Langzeitergebnisse über mehr als 6 Jahre vor – bei 2009 behandelten Venen war eine Langzeit – Verschlussrate von 96,4% erreicht worden. Damit sind die Ergebnisse des VenaSeal – Systems vergleichbar oder besser dem der Radiofrequenz – Ablation.

Neben den Grundlagen der seit 7 Jahren im Einsatz befindlichen Therapie mittels Venenkleber stellte Dr. Zierau erstmals in der Öffentlichkeit das Ergebnis einer pathologisch – histologischen Untersuchung einer menschlichen Stammkrampfader 11 Monate nach Verklebung vor. Hier war nach 11 Monaten keinerlei Kleber oder Kunststoff mehr in den Resten der behandelten Vene nachweisbar.

Auch Dr. Zierau bekannte sich ganz klar zu der endovenösen Therapie von Krampfadern.

http://www.saphenion.de/news/venenkleber-10-jahre-in-der-vene-venaseal-10-years-inside-varicose-vein-really/

 

 

 

Studienüberblick moderne Behandlungsmöglichkeiten für Varizen

Als dritter Referent war Dr. Thomas Noppeney aus Nürnberg, langjähriges Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Venenheilkunde, und selbst großer Anwender endovenöser Therapieverfahren geladen worden.

Zunächst aber wurde ihm aber eine ganz besondere Ehre zuteil – er wurde zum korrespondierenden Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie berufen – SAPHENION gratuliert dazu ganz herzlich!

Dr, Noppeney analysierte eine große Zahl aktueller Vergleichsstudien endovenöser Therapieverfahren zu radikalen chirurgischen Verfahren (Stripping). Im Ergebnis seiner Recherche kam er zu der Überzeugung, dass die Effektivität der minimalinvasiven Verfahren gleich der radikaler chirurgischer Operationen ist. Jedoch zeigt sich bei allen Studien eine deutlich verringerte Zahl an Nebenwirkungen und Komplikationen der endovenösen Verfahren im Methodenvergleich.

Diese Erfahrung teilen wir voll und ganz. Wir hoffen sehr, das Dr. Noppeney diese Rechercheergebnisse und Analysen auch innerhalb der Fachgesellschaft zur Geltung bringen kann und wünschen ihm dazu viel Erfolg!

 

 

 

 

 

 

 

 

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