Saphenion®PatientenInfo: Krampfadertherapie bei Jugendlichen

Saphenion®PatientenInfo: Krampfadertherapie bei Jugendlichen? Was ist sinnvoll, was ist zu empfehlen?

Saphenion®PatientInfo: Varicose vein therapy in adolescents? What is useful, what is recommended?

Saphenion®PatientenInfo: Krampfadertherapie bei Jugendlichen – Die Neigung zu Krampfadern ist bei über 90% unserer Patienten bereits angeboren. Es ist also nicht die defekte Venenklappe, die die Vene zur Krampfader werden lässt, es ist die defekte Venenwand, die zur Aufdehnung der Hautvenen und damit früher oder später zur defekten Venenklappe und damit zur Entstehung der Krampfadern führt. Dabei sind auch Jugendliche bereits in einigem Umfang betroffen. Das auch mögliche angeborene Fehlen von Venenklappen ist dagegen eher eine sehr seltene Ausnahme.

In der Literatur finden wir eine Vielzahl von verschiedenen Angaben zum Risiko der Krampfaderentstehung bei einer bekannten Familienanamnese. Eine positive Familienanamnese ist sowohl bei Jungen und jungen Männern (80%), als auch bei Mädchen und jungen Frauen (95%) mit Krampfadern häufiger als bei beiden Geschlechtern ohne die positive Familienanamnese. Es ist inzwischen sicher, dass es eine erbliche Komponente für Krampfadern gibt, diese ist jedoch nicht allein für die Krampfaderentstehung verantwortlich. Die bereits bekannten Risikofaktoren gelten bereits auch bei Jugendlichen. Intensiver Leistungssport , langes Stehen, langes Sitzen, zu hohes Gewicht, Hormontherapie und auch die gesteigerte Hormonauschüttung (Östrogen) bei Mädchen und jungen Frauen spielen eine wesentliche Rolle.

In unserer täglichen Praxis erleben wir des Öfteren, daß unsere therapierten Patienten – Mütter und auch Väter – im Aufklärungsgespräch auch nach dem Risiko für die eigenen Kinder fragen. Es ist also bereits eine recht große Sensibilität für die Erkrankung „Krampfader“ im Allgemeinen und die familiäre Genese und Weitergabe des Risikos zu erkennen.

Wir empfehlen, sofern nicht bereits auch optische Zeichen der Erkrankung beim Jugendlichen erkennbar, auf jeden Fall eine Duplex-Ultraschalluntersuchung der Becken – und Beinvenen. Diese ist schmerzfrei, unkompliziert durchführbar und erfordert keine wesentlichen Vorbereitungen. Einzige Bedingung ist allerdings die Anwesenheit eines Elternteils, um eine eventuell sichtbare krankhafte Veränderung diagnostisch und therapeutisch besprechen zu können.

The tendency to varicose veins is already innate in over 90% of our patients. So it is not the defective venous valve that turns the vein into a varicose vein, it is the defective vein wall that leads to the expansion of the cutaneous veins and thus sooner or later to the defective venous valve and thus to the development of the varicose veins. Young people are also affected to some extent. The congenital lack of venous valves, which is also possible, is a very rare exception.

In the literature, we find a large number of different information on the risk of developing varicose veins with a known family history. Positive family history is more common in boys and young men (80%) as well as in girls and young women (95%) with varicose veins than in both sexes without a positive family history. It is now certain that there is a hereditary component for varicose veins, but this is not solely responsible for the development of varicose veins. The already known risk factors also apply to adolescents. Intense competitive sport, long-standing, long sitting, excessive weight, hormone therapy, and the increased hormone release (Estrogen) in girls and young women play an essential role.

In our daily practice, we often experience that our patients receiving therapy – mothers and fathers – also ask about the risk for their own children in an educational talk. There is already a great deal of sensitivity to the disease „varicose veins“ in general and the familial genesis and transmission of the risk to be recognized.

We recommend a duplex ultrasound examination of the pelvic and leg veins if there are no visual signs of the disease in the adolescent. This is painless, uncomplicated, and does not require any significant preparation. The only condition, however, is the presence of a parent in order to be able to discuss any visible pathological change diagnostically and therapeutically.

Saphenion®PatientenInfo: Krampfadertherapie bei Jugendlichen – die Therapieoptionen

Saphenion®PatientInfo: Varicose vein therapy in adolescents – the therapy options

Saphenion®PatientenInfo: Krampfadertherapie bei JugendlichenIn der Vergangenheit wurde die Krampfadertherapie bei Kindern und Jugendlichen sehr zurückhaltend praktiziert. Das bekannte radikalchirurgische „Stripping“ – Herausziehen der Stamm – und Seitenastkrampfadern, war in der Vorstellung der Gefäßchirurgen nun wirklich nicht geeignet, an Beinen von jungen Menschen tätig zu werden – wenn nicht ein akut lebensbedrohlicher Befund (Thrombose) oder eine Fehlbildung (Gefäßtumor) vorlag.

Aus diesem Grunde auch habe ich in den 32 Jahren meiner chirurgisch / gefäßchirurgischen Tätigkeit seit 1988 auch lediglich bei 4 Jugendlichen eine klassische Krampfader – Op durchgeführt. Dies ist ein verschwindender Teil bei insgesamt 14 000 „Stripping“ – Op`s. Aber dessen ungeachtet besteht eine Therapieindikation natürlich auch schon bei den Stammkrampfadern junger Menschen – denn diese wirken bereits frühzeitig chronisch destruierend auf das gesamte Beinvenensystem. Besonders gilt dies selbstverständlich bei jungen Mädchen und Frauen kurz vor und dann ab der Menstruation – die regelmäßige Ausschüttung von Östrogen – Hormonen fördert die Venenerweiterung am Bein massiv.

Seit dem Jahre 2000 sind kathetergestützte Verfahren in die Therapie der Stammvaricosis eingeführt worden – Mikroschaum, Radiowelle, Laser, Heißdampf, Venenkleber. Inzwischen liegen dafür Langzeitergebnisse vor – für die Radiowelle und den Venenkleber ist eine Effektivität auch bei kaliberstarken Venen > 1.5 cm Durchmesser nachgewiesen worden. Kein Grund mehr, Zurückhaltung beim jungen Patienten zu üben. Kein Gund mehr, wegen radikaler Op – Technik eine medizinisch sinnlose abwartenden Haltung bei der nachgewiesenen Stammkrampfader zu üben. Diese heilt nicht mehr, nicht mit Creme, Gel oder Tablette und auch nicht mit Kompressionsstrumpf!

Ganz im Gegenteil bieten die Katheterverfahren gerade auch für die jugendliche Patientengruppe erhebliche Vorteile, wenn man an die Nebenwirkungen und Komplikationen radikaler chirurgischer Techniken denkt. Und ganz an das Ende der Therapiemöglichkeiten gedacht, sind die kalten „non thermischen“ Verfahren Venenkleber und Mikroschaum das Optimum für die Therapie von jungen Patienten. Keine Narkose, keine grossflächigen Anästhesie – Einspritzungen und beim VenaSeal® Venenkleber auch kein Kompressionsstrumpf mehr. Und wir erreichen eine sofortige Mobilität für den jugendlichen Patienten.

Kritisch sehen wir allerdings die Therapieempfehlung mancher Kollegen, bereits bei kosmetisch störenden Netzvenen und Besenreisern am jugendlichen Bein aktiv werden zu wollen und dies auch aktiv an zu preisen. Hier gilt dann doch weiterhin eine abwartende Haltung bis hin zu den Schwangerschaften – denn diese kosmetisch störenden Befunde sind ganz maßgeblich hormoninduziert. Eine Ein – Einstich – Therapie mittels Mikroschaum oder dem synonymen „SkleroGlue“ an einer sichtbaren Netzvene wird dann sicher alle 1 – 2 Jahre wiederholt werden müssen und der Befund eskaliert bei bestehender Hormontherapie (Anti – Baby – Pille) oder Schwangerschaft.

Saphenion®PatientenInfo: Krampfadertherapie bei Jugendlichen – Die Kostenübernahme

Abschließend sei auch darauf hingewiesen, daß die Gesetzlichen Krankenkassen bisher keine Möglichkeit geschaffen haben, beim Jugendlichen schonend und minimalinvasiv mittels Kathetertherapie zu therapieren. Selbst die radikale chirurgische Therapie ist in der Regel bis zum 18 Lebensjahr nicht abrechenbar und bleibt Privatleistung.

In the past, varicose vein therapy was practiced with great caution in children and adolescents. The well-known radical surgical „stripping“ – pulling out the truncal varicose vein and side branches was in the imagination of the vascular surgeons really not suitable for working on the legs of young people – unless there was an acutely life-threatening finding (thrombosis) or a malformation (vascular tumor).

For this reason, in the 32 years of my surgical – / vascular surgery activity since 1988, I have only performed a classic varicose vein operation on 4 young people. This is a negligible part of a total of 14,000 „stripping“ operations. Regardless of this, there is of course an indication for therapy for truncal varicose veins of young people – because these have a chronically destructive effect on the entire leg vein system at an early stage. This is especially true for young girls and women shortly before and after menstruation – the regular release of estrogen hormones massively promotes vein dilation in the leg.

Since the year 2000, catheter-based procedures have been introduced into the therapy of stem varicosis – microfoam, radio waves, lasers, superheated steam, vein glue. Long-term results are now available – the radio wave and the vein glue have also been proven to be effective in large-caliber veins> 1.5 cm in diameter. There is no longer any need to exercise restraint with the young patient. No longer a reason to practice a medically senseless wait-and-see attitude with the proven varicose vein because of radical surgical techniques. This no longer heals, not with cream, gel or tablet and not even with compression stockings!

On the contrary, catheter procedures offer considerable advantages, especially for the young patient group, when one thinks of the side effects and complications of radical surgical techniques. And fully thought of the end of the therapy options, the cold „non-thermal“ methods vein glue and microfoam are the best for the therapy of young patients. No anesthesia, no extensive anesthesia – injections and with the VenaSeal® vein adhesive no more compression stockings. And we achieve immediate mobility for the adolescent patient.

However, we take a critical view of the therapy recommendation of some colleagues to want to be active even with cosmetically disturbing network veins and spider veins on the young leg and to actively promote this. Here, a wait-and-see attitude continues until the pregnancies – because these cosmetically disruptive findings are largely hormone-induced. One – puncture therapy using microfoam or the synonymous „SkleroGlue“ on a visible network vein will then have to be repeated every 1 – 2 years and the findings escalate with existing hormone therapy (anti – baby pill) or pregnancy.

Saphenion®PatientInfo: Varicose vein therapy in adolescents – The assumption of costs

Finally, it should also be pointed out that the statutory health insurance companies have so far not created any possibility of gently and minimally invasive therapy for adolescents using catheter therapy. Even radical surgical therapy is usually not billable up to the age of 18 and remains a private service in Germany.

Fotos: Utzius

Paper /Links

https://venenliga.de/ratgeber/kinder-/-jugendliche

https://www.navigator-medizin.de/herz_gefaesse/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-gefaesserkrankungen/krampfadern/wissenswertes-zu-krampfadern/1710-kann-es-sein-dass-man-bereits-als-jugendlicher-oder-junger-erwachsener-krampfadern-bekommt.html

https://www.lifepr.de/pressemitteilung/medi-gmbh-co-kg/K-eine-Frage-des-Alters-Teenager-und-Krampfadern/boxid/242898

https://www.angioclinic.de/krampfadern/

https://www.venen-hilfe.de/stichworte/krampfadern/