SaphenionScience: 4 Jahre Klebender Mikroschaum

SaphenionScience – 4 Jahre Klebender Mikroschaum: Unsere Erfahrungen an 713 Stammkrampfadern

SaphenionScience – Sealing Microfoam on 713 truncal varicose veins

SaphenionScienceKlebender Mikroschaum an 713 Stammkrampfadern: Diese Verödungstherapie ist eine Modifikation des zur Verödungstherapie eingesetzten Ethoxisklerol – Mikroschaums. Man erweitert die Verödungskomponente um einen Verklebungseffekt. Dies geschieht mit Hilfe von hochprozentiger steriler Zuckerlösung. Diese wurde bereits einmal in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zur Behandlung auch von Stammkrampfadern und Seitenast- krampfadern eingesetzt.

Klebender Mikroschaum in 48 Monaten Anwendung – Mit dem Erfolg des Venenklebers lag die Idee nah, auch den Mikroschaum weiter zu entwickeln. Veröden und Kleben simultan ist eine der möglichen Variationen. Diese Variation eignet sich dann auch sehr gut für die Therapie der Stammvaricosis. Allerdings sind klare Definitionen für den Einsatz des klebenden Mikroschaums notwendig.

SaphenionScience – Sealing Microfoam on 713 truncal varicose veins: Microfoam is a modification of ethoxyclerol microfoam commonly used for sclerotherapy. The sclerosing component is extended by a sealing effect. This is done with the help of high-percentage sterile sugar solution. This was already used in the 20’s of the last century for the treatment of truncal varicose veins and side branches.

Sealing Foam therapy over 48 months – With the success of the vein glue, the idea was close to also develop the sealing microfoam. Sclerotherapy and sealing in one step simultaneously is one of the possible variations. This variation is then also very well suited for the therapy of the truncal varicose veins. However, clear definitions for the indication of the sealing microfoam are necessary.

SaphenionScience – Klebender Mikroschaum: Historisches

Der Beginn der endovenösen Therapie wird in das Jahr 1911 gelegt. Kurz vor dem 1. Weltkrieg kam es zu einer Syphilis – Epidemie. Sowohl der französische Dermatologe Jean Sicard als auch der Deutsche Paul Linser machten die Entdeckung, dass Armadern bei der Injektion von Salvarsan verschlossen wurden. Dies führte dann zur eigentlichen Sklerotherapie an Stammvenen und Seitenästen der Beine. Zuerst injizierten beide Ärzte sublimierte, dann hypertonische Kochsalzlösung. Die Erfolge von Linser und Sicard stellten die chirurgischen Eingriffe in den Hintergrund. Auch zahlreiche Chirurgen verließen nun die operative Behandlung.

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SaphenionScience – Klebender Mikroschaum: Beginn der Verödungstherapie nach Salvarsan-Injektionen 1911.
SaphenionScience – Sealing Microfoam: Start of slerosans – therapy after Salvarsan injections in 1911.

Ferdinand Sauerbruch, seit 1928 Direktor des Chirurgischen Krankenhauses der Charitè Berlin, hatte seinen Chirurgen 1929 alle radikalen Methoden der Krampfadertherapie verboten! Die Chirurgen verwendeten Zuckerlösung zur Behandlung von Krampfadern. Ihm folgten viele andere Kollegen in deutschen Krankenhäusern.

SaphenionScience – Klebender Mikroschaum: Ferdinand Sauerbruch, Chef der Chirurgie Charité (1928 – 1946)
SaphenionScience – Sealing Microfoam: Ferdinand Sauerbruch, Head of Charité Surgery (1928 – 1946)

Während in der BRD ab 1949 die radikale Chirurgie der Krampfadern wieder als Methode der 1. Wahl definiert wurde, ist in der DDR bis Mitte der 60er Jahre die Verödungstherapie dem radikalen Herausziehen (Stripping) vorgezogen worden. Dies belegt neben den eigenen Erfahrungen unseres Senior Consultant PD Dr. W.Lahl u.a. auch folgendes Zitat aus der Sauerbruch`schen Operationslehre, herausgegeben von Bier/Braun/Kümmel, Auflage von 1958 (Verlag J.A.Barth, Leipzig, 1958) aus dem Band VI – Die Operationen an den Extremitäten:

“Fast überall ist die operative Behandlung der Krampfadern ganz oder nahezu völlig verlassen zugunsten der Verödung auf chemischem Wege. Diese leistet mehr und Vollkommeneres als die chirurgischen Verfahren zustande gebracht haben… Zur Injektion der Varizen zum Zwecke der Verödung stehen mehrere Lösungen zur Verfügung. Die ursprünglich von Linser angegebene Sublimatlösung ist wegen ihrer toxischen Nebenwirkungen verlassen. Heute werden meistens angewandt: 1. hypertonische 10-30% Kochsalzlösung, 2. konzentrierte 50-60% Zuckerlösung, 3. ungesättigte Lösung von Fettsäuresalzen. Die Kochsalzlösungen wirken sehr sicher, haben aber den Nachteil…dass sie unangenehme schmerzhafte Gewebsnekrosen machen, die lange Zeit zur Abheilung brauchen. Diese beiden Nachteile, die Gewebsnekrodse und das Rezidiv, haben wir beim Einsatz der Lösung mit Fettsäuresalzen in vielen Hunderten von Anwendungen nicht gesehen.

SaphenionScience – Sealing Mikrofoam: History facts

The begin of the sclerotherapy were observations during a lues epidemic in 1911 – before First World War. Both the French dermatologist Jean Sicard, as well as the German Paul Linser made the discovery that arm veins at the injection of Salvarsan deserted. This then led to the actual sclerotherapy on truncal veins and side branches. First, both doctors injected sublimate, then hypertonic saline. The successes of Linser and Sicard brought the surgical procedures in the background. Also numerous surgeons left now the operational treatment.

Ferdinand Sauerbruch, director of surgery hospital Charitè Berlin since 1928, has banned his surgeons at Charitè hospital in 1929 all radical methods of varicose vein therapy! There the surgeons used sugar solution for sklerotherapy. He was followed by a lot of other collegues in German hospitals.

While radical surgery of varicose veins was once again defined as the method of first choice in the FRG from 1949, in the GDR until the mid-1960s, obliteration therapy was preferred to radical stripping. This is also evidenced by the following quote from Sauerbruch’s surgery theory, published by Bier / Braun / Kümmel, edition from 1958 (J.A.Barth publishing house, Leipzig, 1958) from volume VI – The operations on the extremities:

Almost everywhere, the surgical treatment of varicose veins is completely or almost completely abandoned in favor of chemical sclerotherapy. It does more and more than surgical procedures have accomplished … There are several solutions for injecting varices for sclerotherapy. The sublimate solution originally specified by Linser is abandoned because of its toxic side effects. Nowadays the most common are: 1. hypertonic 10-30% saline, 2. concentrated 50-60% sugar solution, 3. unsaturated solution of fatty acid salts. The saline solutions work very safely, but have the disadvantage … that they cause unpleasant painful tissue necrosis that takes a long time to heal. We haven’t seen these two disadvantages, tissue necrosis and relapse, when using the fatty acid salt solution in many hundreds of applications. „

Studentenfilm zur Sealing Foam – Therapie

SaphenionScience – Klebender Mikroschaum an 713 Stammkrampfadern

Saphenion setzt die Mikroschaumtherapie seit 14 Jahren ein. Wir haben in unseren Venenpraxen einige Modifikationen der Injektionstechnik eingeführt und den Mikroschaum modifiziert. Die mehr als siebenjährige erfolgreiche Arbeit mit dem Venenkleber „VenaSeal“ legte die Idee nahe, auch dem Mikroschaum zusätzlich eine klebende Wirkung zu geben.

Durch diese technischen Verbesserungen, Modifikationen des Schaums und die permanente Nutzung des Ultraschalls ist die Therapie von Seitenästen und partiell oder komplett defekten Stammkrampfadern (bis maximal 5 – 6 mm Durchmesser) möglich. Sie wird nach der Diagnostik in allen klinisch möglichen Fällen auch empfohlen. Unter Kostenaspekten – gerade beim Selbstzahler – ist der Klebende Mikroschaum eine hervorragende Alternative, da wir nicht nur die kostenintensiveren thermischen Katheterverfahren oder den Venenkleber für die Behandlung defekter Stammvenen benutzen müssen.

SaphenionScience – Sealing Microfoam on 713 truncal varicose veins

Saphenion has been using microfoam therapy for 14 years. We have introduced some changes in injection technique and modified the microfoam. The almost over 7 years successful work with the vein glue „VenaSeal“ suggested the idea to give the micro foam additionally a sealing effect.

Through these technical improvements, the modifications of the microfoam and the permanent use of the ultrasound bedside, therapy of side branches and partially or completely defective truncal varicose veins (up to 5 – 6mm in diameter) is possible. It is also recommended after diagnosis in all clinically possible cases. Even with cost aspects – especially with the self – payer – the sealing microfoam is an excellent alternative since we no longer have to use only the expensive thermal catheter procedures or the more expensive vein glue for the treatment of insufficient truncal varicose vein sections.

SaphenionScience – Klebender Mikroschaum: Ergebnisse nach 4 Jahren therapeutischer Anwendung

Klebender Mikroschaum: Nach 4 Jahren Therapie an Stammkrampfadern zeigt der Klebende Mikroschaum im genannten Zeitraum und den genannten Indikationen eine höhere Erfolgsquote als das radikalchirurgische Stripping, bei deutlich  geringeren Nebenwirkungen. Der Therapieablauf ist gewebeschonender und einer sofort möglichen Mobilisierung zugänglich.

Seit Dezember 2006 haben wir über 14584 Mikroschaumtherapien durchgeführt. In den letzten 48 Monaten (2/2016 – 2/2020) wurden bei Saphenion in 4918 Fällen für die Therapie von Krampfadern Klebender Mikroschaum gewählt.

In 713 Fällen wurde eine Stammvaricosis behandelt. Im Einzelnen betraf dies in 258 Fällen die V. saphena parva, bei 181 Patienten die V. saphena magna und in 274 Fällen akzessorische Stammvenen. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 49 Jahre (17 – 93 Jahre).

Die Therapie einer inkompletten Stammvaricosis ist im Zeitraum von 48 Monaten zu nahezu 100 % erfolgreich. Die Vena saphena parva zeigt sich in 92,6% (239 Venen) verschlossen. Die Vena saphena magna war, über den gleichen Zeitraum betrachtet, in 88,9% verschlossen (161 Venen). Die akzessorischen Stammvenen waren in 94,5% verschlossen (259 Venen).

Dies entspricht einer Gesamtverschlussrate von 92% für alle therapierten Venen.

SaphenionScience – Sealing Microfoam: Our results over 4 years

Sealing microfoam: 48 months of therapy on truncal varicose veins show in the mentioned period and indications a higher success rate than the radical surgical method „stripping“ – with significantly lower side effects, a tissue-sparing treatment and an immediately possible mobilization.

Since December 2006, we have performed over 14584 microfoam treatments. In the last 48 months (2/2016 – 2/2020) Saphenion has been used in 4918 cases Sealing Microfoam for the treatment of varicose veins.

In 713 cases truncal varicose veins were treated. Specifically, this involved the small saphenous vein in 258 cases, the great saphenous vein in 181 patients, and accessory veins in 274 cases. The mean age of the patients was 49 years (17 – 93 years).

The therapy of incomplete truncal varicose veins is 100% successful in the period of 48 months. The small saphenous vein (SSV) was closed in 92,6% (239 veins). The great saphenous vein (GSV) was closed in 88,9% (161 veins) over the 48 months – period. The accessory truncal veins were closed in 94.5% (259 veins).

This corresponds to a total closure rate of 92%

SaphenionScienceKlebender Mikroschaum über 4 Jahre: Unsere Schlussfolgerungen

Neben der verbesserten Verschlusseffektivität sehen wir auch wesentlich seltener die häßlichen post therapeutischen braunen Striche und Flecken, sog. Hyperpigmentationen.

Ecchymosen (Einblutungen unter die Haut) sind seltener (< 10%) aufgetreten. Venenentzündungen haben wir in 21 Fällen (3,2%) gesehen. Eine partielle tiefe Venenthrombose von Unterschenkelvenen sahen wir in 3 Fällen. Dies hat uns veranlasst, bei allen Mikroschaum – Therapien im Stammvenensystem eine einmalige Thrombose -prophylaxe intra op durchzuführen.

In einem Fall entstanden mehrere Punktionsgeschwüre, allerdings wurde hier auswärtig mit Salben und Sprays experimentiert, so daß die Ursachen für die Geschwüre nicht fest zu stellen waren. In keinem Fall wurde von unseren Patienten über Sensibilitätsstörungen oder Taubheitsgefühl nach der Behandlung berichtet.

Im Wesentlichen wurde neben den sichtbaren kleinen Punktionshämatomen in erster Linie von Stranggefühl und Druckschmerz über der behandelten Vene berichtet. Auch muskelkaterähnliche Erscheinungen traten auf (dies ähnelt den Symptomen nach dem VenaSeal – Venenkleben).

Andere Nebenwirkungen (Allergie) oder Komplikationen (Embolie) traten nicht auf. Somit ist die Therapie Klebender Mikroschaum eine sehr wirkungsvolle, effektive und preisgünstige Alternative und Ergänzung zu den häufig bei der Stammvaricosis eingesetzten thermalen Katheterverfahren Laser, Radiowelle, Heißdampf und dem SONOVEIN oder dem nonthermalen Clarivein oder Venenkleber. Damit wird die Mikroschaumtherapie auch für den Einsatz beim kosmetisch anspruchsvollen und bei älteren Patienten interessant.

SaphenionScience – 4 years Sealing Microfoam in truncal varicose veins: Our conclusions

In addition to the improved closure effectiveness, we also see much less frequently the ugly post therapeutic brown lines and spots, so-called hyperpigmentations.

Ecchymoses (bleeding under the skin) have become rare (< 10%). We have seen phlebitis in 21 cases (3,2%). A partial deep vein thrombosis of lower leg veins was seen in 3 cases. This has led us to perform a single thrombosis prophylaxis intra op for all microfoam therapies of truncal varicose veins.

In one case, multiple puncture ulcers were found, however. Here was experimented outside with ointments and sprays, so that the cause of the ulcers are not fixed. In no case have any of our patients been reported to have any sensory or post – treatment sensation of numbness.

Essentially, in addition to the visible small puncture hematomas, it was primarily extrinsic pressure and tenderness over the treated vein that were reported. Muscular catlike symptoms also appeared. This is similar to the symptoms after VenaSeal – glue therapy.

Other side effects or allergy or emboly did not occur. Thus, the Sealing Microfoam therapy is a very good, effective, and inexpensive alternative and complement to the commonly used thermal catheter procedures laser, radiowave, superheated steam, SONOVEIN or the nonthermal clarivein, and vein glue. The microfoam therapy is also predestined for use in cosmetically demanding and for the elderly patient.

Saphenion Collection – Gustavo

Photos / Videos:

Saphenion, Utzius, Claudia, Madleen, Studentin

Referenzen / Links:

https://www.sryahwapublications.com/open-journal-of-surgery/volume-2-issue-1?fbclid=IwAR0U0-wp9uimhOgrzdYrWM4UTy9ChvYtrL7MxsFGDW4rqcVtQyFNSqG8rM8

http://www.ejves.com/article/S1078-5884(15)00097-0/abstract

http://www.der-niedergelassene-arzt.de/fileadmin/user_upload/zeitschriften/vasomed/Artikel_PDF/2017/01-2017/Faerber.pdf

http://www.der-niedergelassene-arzt.de/fileadmin/user_upload/zeitschriften/vasomed/Artikel_PDF/2017/01-2017/Murena.pdf

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26557230

http://www.phlebology.de/leitlinien-der-dgp-mainmenu/280-leitlinie-zur-diagnostik-und-therapie-der-krampfadererkrankung

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http://gesundheitsnews.imedo.de/news/1017861-krampfadern-minimalinvasive-therapien-auf-dem-vormarsch

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26384639

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26036246

van den Bos R. et al. : Metaanalyse randomisierter klinischer Studien und Fallserien, J.Vasc. Burg., 2008, Aug.8

Bier,Braun Kümmel: Chirurgische Operationslehre, begründet. von F. Sauerbruch; Johann Ambrosius Barth, Leipzig; 1958

http://www.saphenion.de/news/saphenionscience-erstmals-sonovein-therapien/

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