TherapieVenenkleber – Modifikation für die Praxis

TherapieVenenkleber: Modifikationen in der Anwendung

Die TherapieVenenkleber VenaSeal setzt dem Einsatz des Venenklebers recht enge Grenzen. Bei Saphenion Einsatz des Venenklebers VenaSeal seit knapp 7 Jahren zur Behandlungen von Krampfadern. Nach der Behandlung von bisher 1221 Patienten und 2290 Stammvenen macht man sich über das Therapieschema natürlich auch Gedanken.  Über Modifikationen zur Verbesserung der Anwendung, zur Erweiterung des Spektrums und – aus Sicht des Patienten – einem noch schonenderen und schnelleren Therapieerfolg.

Dies resultiert aus den schon recht grossen Erfahrungen insbesondere durch viele langfristige Nachuntersuchungen bei unseren Patienten.

Es gibt einige Möglichkeiten, den Therapieablauf zu variieren und zu modifizieren. Der Venenkleber VenaSeal wird somit auch eine Technik, die einen Gestaltungsspielraum läßt und individuell auf den intraoperativen Befund angepasst werden kann.

TherapieVenenkleber: Auf dem linken Bild eine Krossenverklebung, re. der Verschluss eines Aneurysmas.

Die TherapieVenenkleber lässt sich aus unserer Sicht gut modifizieren.

1. Die Spitze des VenaSeal – Katheters wird ultraschallgesteuert ca. 1-2 cm an die Einmündung zur  jeweilige tiefe Vene (Becken – / Oberschenkelvene, Knievene) gelegt. Dort gelingt dann sowohl ein fast stumpffreier Verschluss der Stammvene, gleichzeitig werden auch Seitenastvenen der Krosse beim Venenkleben  verschlossen.

2. Die Injektionen werden in einem Dreier – Viererrhythmus durchgeführt, immer 3 – 4 Injektionen alle 2 – 3 cm über ca. 9 – 10 cm und gleichzeitige gleitende Kompression durch 4 Finger der Hand. Die Kompression mit der Hand und den Fingern ist im Vergleich zur Kompression mit dem Schallkopf deutlich besser dosierbar und ermöglicht auch eine differenzierte Kompression bei tiefer liegenden Stammvenen (Adipositas). Die Finger der menschlichen Hand können die Katheterspitze gut tasten und es gelingt eine wesentlich bessere Dosierung der Venenkompression – der Kleber polymerisiert besser durch den Kontakt mit der Venenwand.

3. An Einmündungen von akzessorischen Stammvenen oder Verbindungsvenen im Verlauf der Stammvene injizieren wir einen zusätzlichen Tropfen des Venenklebers, um die Mündung dieser Gefäße ebenfalls über einer Länge von 2 – 3 cm zu verschließen. Bei ektatischen Venen und Venenaneurysmata setzen wir Kleberpunkte alle 1,5 – 2 cm. Somit ist auch der Verschluss erweiterter Venen bis 3 cm Durchmesser kein Problem mehr.

4. Die Injektionen werden bis zur schwarzen Markierung des Teflonkatheters fortgesetzt, bei bestehender Seitenastvaricosis setzen wir auch noch eine Kleberinjektion hinter der Markierung. So können auch Seitenastvenen im Bereich der Punktionsstelle durch unmittelbar folgende Fingermassage mit dem Venenkleber verschlossen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Haut an der Punktionsstelle leicht angehoben wird, um eine Kleber/Lymphfistel zu vermeiden.

5. Durch prä – und intraoperative gleitende Messung des Venendurchmessers sowie Druck – und/oder Flowmessung via Katheter in der Krampfader (am liegenden Patienten) können zusätzliche Informationen darüber gewonnen werden, ob wir alle 1,5 cm oder alle 3 – 4 cm einen Klebertropfen setzen. Je höher der Venendruck oder je grösser der Venendurcmesser beim liegenden Patienten umso kürzer wird die Distanz der einzelnen Kleberpunkte.

6. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lagerung des Patienten auf dem OP – Tisch, Trendelenburg oder Anti – Trendelenburg. Die hängt zum Einen vom Durchmesser, aber auch vom intraoperativ gemessenen Venendruck in der Stammkrampfader ab. In der Regel ist durch diese Umlagerung alleine eine gute Volumen/Druckreduzierung in der Stammkrampfader zu erreichen.

7. Auch die Applikation des Venenklebers durch Seldinger-Nadeln oder Schwänzchen Kanülen gelingt sehr gut. Dies bleibt allerding der Seitenastvaricosis und der Perforanzvaricosis vorbehalten.

8. Selbstverständlich sind all diese Modifikationen des Zulassungsprotokolls mit dem Patienten vor dem Eingriff abzusprechen und der Grund und auch die möglichen Nebenwirkungen sind aufzuzeigen. Allerdings wäre es wünschenswert, dass die Fa. Medtronic ggf. Ergänzungen zum Protokoll veranlasst, um z.b. die Problematik des Langen Venenstumpfes an der Krosse zu beheben.

Therapie mit Venenkleber:

Therapie mit Venenkleber: Ultraschallkontrolle 5 Jahre nach VenaSeal – Therapie simultan bds. Saphena magna und Saphena parva li bei einer heute 73-jährigen Patientin: Venen komplett abgebaut, keine Kleberreste sonografisch darstellbar.

Links:

Herberer G. und RJAM van Dongen: Gefäßchirurgie; Springer Verlag Berlin, Heidelberg, New York, Tokyo, London, Paris, 1982: S.722 – 739

Kremer K., Schumpelick V. und G.Hierholzer: Chirurgische Operationen – Atlas für die Praxis; G.Thieme Verlag, Stuttgart, New York,1992: S.682 – 685

Weber, J. und May, R.: Funktionelle Phlebologie; Georg Thieme Verlag Stuttgart, New York, 1990: S. 531 – 543

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