VenaSeal Modifikationen – VenaSeal modifications

VenaSeal – Modifikationen im Therapieprotokoll

Der VenaSeal Venenkleber wird bei Saphenion seit über 6 Jahren zur Behandlungen von Krampfadern eingesetzt. Nach der Behandlung von bisher 1090 Patienten und 2015 Stammvenen macht man sich über das Therapieschema natürlich auch Gedanken.  Über Modifikationen zur Verbesserung der Anwendung, zur Erweiterung des Spektrums und – aus Sicht des Patienten – einem noch schonenderen und schnelleren Therapieerfolg.

Dies resultiert aus den schon recht grossen Erfahrungen insbesondere durch viele langfristige Nachuntersuchungen bei unseren Patienten.

Es gibt einige Möglichkeiten, den Therapieablauf zu variieren und zu modifizieren. Der Venenkleber VenaSeal wird somit auch eine Technik, die einen Gestaltungsspielraum läßt und individuell auf den intraoperativen Befund angepasst werden kann.

Folgende VenaSeal Modifikationen sind aus unserer Sicht interessant:

1. Die Spitze des VenaSeal – Katheters wird ultraschallgesteuert zwischen 1 – 2 cm an die Einmündung zur  jeweilige tiefe Vene (Becken – / Oberschenkelvene, Knievene) gelegt. Dort gelingt dann sowohl ein fast stumpffreier Verschluss der Stammvene, gleichzeitig werden auch Seitenastvenen beim Venenkleben  verschlossen.

2. Die Injektionen werden in einem Dreier – Viererrhythmus durchgeführt, immer 3 – 4 Injektionen alle 2 – 3 cm über ca. 9-10 cm und gleichzeitige gleitende Kompression durch 4 Finger der Hand. Die Kompression mit der Hand und den Fingern ist im Vergleich zur Kompression mit dem Schallkopf deutlich besser dosierbar und ermöglicht auch eine differenzierte Kompression bei tiefer liegenden Stammvenen (Adipositas). Die Finger der menschlichen Hand können die Katheterspitze gut tasten und es gelingt eine wesentlich bessere Dosierung der Venenkompression – der Kleber polymerisiert mit dem Kontakt zur Venenwand.

3. An Einmündungen von akzessorischen Stammvenen oder Verbindungsvenen im Verlauf der Stammvene injizieren wir einen zusätzlichen Tropfen des Venenklebers, um die Mündung dieser Gefäße ebenfalls über einer Länge von 2 – 3 cm zu verschließen. Bei ektatischen Venen und Venenaneurysmata setzen wir Kleberpunkte alle 1,5 – 2 cm. Somit ist auch der Verschluss erweiterter Venen bis 3 cm Durchmesser kein Problem mehr.

4. Die Injektionen werden bis zur schwarzen Markierung des Teflonkatheters fortgesetzt, bei bestehender Seitenastvaricosis setzen wir auch noch eine Kleberinjektion hinter der Markierung. So können auch Seitenastvenen im Mündungsbereich mit dem Venenkleber verschlossen werden.

5. Durch intraoperative Messung des Venendurchmessers sowie Druck – und Flowmessung via Katheter in der Krampfader (am liegenden Patienten) können zusätzliche Informationen darüber gewonnen werden, ob wir alle 1,5 cm oder alle 3 – 4 cm einen Klebertropfen setzen.

6. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lagerung des Patienten auf dem OP-Tisch, Trendelenburg oder Anti – Trendelenburg. Die hängt zumEinen vom Durchmesser, aber auch vom intraoperativ gemessenen Venendruck in der Stammkrampfader ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ultraschallkontrolle 5 Jahre nach VenaSeal – Therapie simultan bds. Saphena magna und Saphena parva li bei einer heute 73-  jährigen Patientin: Venen komplett abgebaut, keine Kleberreste darstellbar.

Ultrasound examination 5 years after VenaSeal – therapy simultaneously GSV both legs and SSV left leg  in a 73 – years old patient: veins completely decomposed, no adhesive residues presentable.

Modifications in VenaSeal protocol

The superglue VenaSeal has been used by Saphenion for more than 6 years to treat truncal varicose veins. Of course, after the treatment of 1090 patients and 2015 truncal veins, the therapy scheme is of course also considered. About modifications to improve the application, to expand the spectrum and – from the perspective of the patient – a more gentle and faster therapeutic success. This results from the quite large experiences, especially through many long – term follow – up examinations in our patients. There are several ways to vary and modify the course of therapy. The venous adhesive VenaSeal is thus also a technique that leaves a lot of room for maneuver and can be adapted individually to the intra operative situations.

Modifications interesting from our point of view:

1. The tip of the VenaSeal catheter is placed ultrasound – controlled between 1 – 2 cm at the junction with the respective deep vein (pelvic / femoral vein, popliteal vein). There succeed then both an almost stump free occlusion of the trunk vein, at the same time also side veins are closed during sealing the GSV or SSV or accessoria vein.

2. Injections are performed in a 3 – to – 4 rhythm, always 3 to 4 injections every 2 to 3 cm for about 9 to 12 cm and simultaneous sliding compression by 4 fingers of the hand. The compression with the hand and the fingers is compared to the compression with the transducer significantly better dosed and also allows a differentiated compression in lower – lying trunk veins (obesity). The fingers of the human hand can feel the catheter tip well and it succeeds in a much better dosage of venous compression – the adhesive polymerizes in contact with the vein wall.

3. At junctions of accessory trunk veins or connecting veins in the course of the trunk vein, we inject an additional drop of the vein adhesive to close the junction of these vessels also over a length of 2 – 3 cm. For ectatic veins and venous aneurysms, we set glue points every 1.5 – 2 cm. Thus, the closure of extended veins up to 3 cm in diameter is no longer a problem.

4. The injections are continued until the black marking of the Teflon catheter, with an existing lateral branch varicosis we also place an adhesive injection behind the marking. Thus, lateral branch veins can be closed in the junction area with the vein adhesive.

5. By intraoperative measurement of venous diameter as well as pressure and flow measurement via catheter in the varicose vein (lying patient) additional information can be obtained on whether we put a glue drop every 1.5 cm or every 3 – 4 cm.

 

VenaSeal einer aneurysmatischen Krosse in der li. Leistenbeuge bei einer 57 –  jährigen Patientin

VenaSeal of aneurysmatic junction left side in case of 57 years old women.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.