Venenkleber: BKK Deutsche Bank / Radiowelle: BKK Novitas, Mobil Oil, Ahlmann

Im Kassenbereich selten – minimalinvasive Kathetertherapie bei Krampfadern

Neu bei SAPHENION:

Unser Service für Patienten:  Antrag auf Kostenerstattung für eine nicht radikalchirurgische Therapie bei Krampfadern – Bitte fragen Sie uns!

 

In gesetzlichen Krankenkassen Versicherte haben im Allgemeinen selten die Möglichkeit, die schonende, effektive minimalinvasive Kathetertherapie bei Krampfadern über ihre Krankenkasse abzurechnen.

Es gibt die bekannten Verträge von Kassen, in denen mit einzelnen Ärzten oder Praxen Exclusivverträge zu einer endovenösen Methode abgeschlossen werden (z.B. TK, DAK).  Hier wird allerdings sowohl die ärztliche Therapiefreiheit als auch die freie Arztwahl durch die Bestimmungen in den Verträgen nicht berücksichtigt. Der Patient muss gehen, wohin ihn die Kasse schickt, der Arzt wählt die Therapie, die vergütet wird.

Es gibt zur Zeit auch Gruppenverträge einer großen Zahl von Betriebskrankenkassen. In diesen können alle qualifizierten Ärzte mit verschiedenen endovenösen Verfahren Patienten behandeln und dann über die Kasse abrechnen.

Die AOK Ost lehnt dagegen leider jegliche Therapie mittels minimalinvasiver Kathetertechnik komplett ab. Dies war in einem aktuellen Telefongespräch am 20.08.2018 mit einem Mitarbeiter der AOK Ost zu erfahren und wurde auf Nachfrage dezidiert bestätigt.

Das ist zum Einen schade, zum Anderen verwundert es uns ein wenig, denn die AOK in Baden Württemberg  hat genau einen solchen Vertrag abgeschlossen und lobt die Kathetertherapie bei Krampfadern auch sehr. Also im Osten radikal, im Westen minimalinvasiv? Völlig unverständlich!

https://www.aok.de/pk/bw/inhalt/endovenoese-therapie-bei-krampfadern/

 

 

Saphenion freut sich sehr, daß wir über die Fa. Rebeca Health Care mit der BKK NOVITAS, der BKK Mobil Oil und der BKK Ahlmann nunmehr wieder die Möglichkeit haben, verschiedene minimalinvasive Katheterverfahren Krampfadern unseren Patienten anbieten und dann über die Krankenkasse abrechnen zu können.

https://www.rebeca-healthcare.de/#vertraege

Was wird honoriert?

Der neue Rebeca – Vertrag beinhaltet nahezu alle minimalinvasiven Katheterverfahren zur Therapie an den Arterien und Venen sowie auch am Herzen. Somit wird nicht nur den innovativen minimalinvasiven Kathetertherapien am Venensystem eine Abrechnungsgrundlage gegeben. Auch die arteriellen Katheter zur Therapie vom Raucherbein, von Arterienverschlüssen an Becken – und Beinarterien werden wieder ambulant vergütet. Bis 2009 waren diese Arterienkatheter Kassenleistung in Berlin, wurden dann aber gestrichen.

Somit gibt der neue Vertrag eine sehr gute Grundlage, die minimalinvasiven Therapieverfahren mittels Katheter an den Gefäßen wieder ambulant durchführen und auch abrechnen zu können. Dies ist sowohl im Interesse des Patienten, als auch der Ärzte eine gute Arbeitsgrundlage.

Und – last but not least – die Vergütung wurde angepasst und es wurden auch die steigenden Sachkosten mit berücksichtigt.

Wir freuen uns darauf,  viele Patienten der BKK Mobil Oil der BKK Novitas und der BKK Ahlmann bei uns begrüssen und Ihnen ein modernes Therapieangebot machen zu können. 

 

Endovenöse Katheterablation einer Stammkrampfader an beiden Beinen simultan.

 

BKK Deutsche Bank übernimmt Kosten für Venenkleber

In der letzten Woche überraschte uns eine Patientin mit der schriftlichen Bestätigung ihrer Krankenkasse, der BKK Deutsche Bank, die Therapie mit dem Venenkleber übernehmen zu wollen.  Die BKK legte dabei die Fallpauschale für einen Eingriff im Krankenhaus zugrunde – ein sehr faires Angebot an die Patientin, die sich nunmehr beide Beine simultan mittels Venenkleber therapieren lassen wird.

 

 

Bestätigung der BKK DB zur Therapie mit dem Venenkleber VenaSeal

 

 

MDK widerspricht einer Krankenkasse

Ebenfalls ganz aktuell haben wir aus dem Bereich der Phlebologie eine ganz erstaunliche Reaktion des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) erhalten. Eine Patientin hatte den Antrag auf eine Sealing foam – Therapie der Stammkrampfadern gestellt. Die Krankenkasse hatte eine Kostenübernahme abgelehnt – die Patientin widersprach und so landete das Verfahren – wie schon immer seit 1982 – vor dem MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen). Überraschenderweise widersprach der Gutachter des MDK der beauftragenden Kasse und befürwortete den Einsatz des Sealing foam bei der Stammvaricosis – im Übrigen in den Guidelines der Europäischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie auch so verankert – so dass nunmehr die Krankenkasse ihre Entscheidung revidieren musste. Auch diese Patientin kommt in 14 Tagen zu uns zur Therapie. Dies ist übrigens das erste Mal, daß wir in 21 Jahren Praxistätigkeit eine Einschätzung durch den MDK sehen, die sich  nicht an dem seit 1982 unveränderten Op-Katalog orientiert!

http://www.saphenion.de/news/klebender-mikroschaum-bei-krampfadern-erfahrungen-ueber-29-monate/

Somit ist schon ein wenig Bewegung in die Genehmigungsverfahren für endovenöse Verfahren gekommen. Und es lohnt sich sicher immer, eine Kostenübernahme zu beantragen.

Wir sehen hierbei aber von den bereits geschilderten Verträgen der TK und DAK ab, da diese sowohl Therapieverfahren, als auch Arzt vorschreiben und damit nach Ansicht vieler Medizinrechtler die freie Therapiewahl und auch die freie Arztwahl unterlaufen.

Letztendlich sollte der Patient selbstbewußt genug sein, sich vorab in verschiedenen Zentren über die individuell beste Therapie zu informieren – und die Krankenkassen sollte hier dann auch im Interesse des Patienten entscheiden – wie oben bereits beschrieben.

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