SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – update 2

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 / Covid-19 – Pandemie 2020

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – Vor ein paar Tagen erhielt ich ein paar interessante Unterlagen von Herrn Prof. Fink, Mit dabei auch ein Papier, das der frühere Dekan der John Hopkins School of Public Health, Donald A. Henderson (auch bekannt für seine Beteiligung an der Antipockenkampagne der WHO), zusammen mit einigen Kollegen im Jahre 2006 veröffentlicht hat. Es ging erkrankungseindämmende Maßnahmen („Disease Mitigation Measures“) bei pandemischer Influenza. Hier werden praktisch alle Maßnahmen, mit denen Regierungen gegenwärtig und aktuell arbeiten, erörtert.

http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.552.1109&rep=rep1&type=pdf

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006Positiv bewertet: 

Als unbedingt erforderlich erscheint den Wissenschaftlern eine gute Vorbereitung der Kommunen und Regionen statt Verlassen auf eine Zentralregierung. Dazu hatte das Robert Koch-Institut bereits 2012/2013 eine Corona – Studie vorgelegt, die leider eben diese Vorbereitung der Kommunen und Regionen verhinderte – da Bundesregierung und Bundestag nicht aktiv geworden waren.

Impfungen (falls vorhanden, was angesichts von regelmäßigen Virusmutationen häufig nicht der Fall ist), sollten umgehend begonnen werden. Für Covid-19 gibt es bisher keinen schlüssigen Impfstoff. 

Sehr wichtig ist die räumliche und familiäre Isolation schwer Erkrankter in Kliniken. Dazu sind eigene Abteilungen in jedem Krankenhaus unbedingt zu empfehlen.

All das Geschriebene gilt im Übrigen für alle epidemisch oder pandemisch verlaufenden Viruserkrankungen – nicht nur für Covid-19, es stellt also keine neuen Notwendigkeiten und Forderungen dar.

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006Herausforderungen:

Schutz anderer dort untergebrachter anfälliger Personen, Schutz des medizinischen Personals durch entsprechende Schutzkleidung etc., um eine Gefährdung der medizinischen Versorgung zu vermeiden. Bei Überlastung der Kliniken ist die Unterbringung der leichter Erkrankten in Alternativeinrichtungen organisatorisch vorzubereiten.

Händewaschen und Vermeidung von Anhusten anderer Personen.

Heimisolierung nicht kritisch erkrankter Personen – für die Personen ist eine Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten organisatorisch vorzubereiten.

N95-Masken für Angehörige des Gesundheitswesens, chirurgische Masken für Infizierte, keine allgemeine Maskenpflicht!

Schulschließungen, aber nur über ein bis zwei Wochen, da sonst Probleme drohen: Viele Kinder sind für ihre Nährstoffversorgung auf das Schulessen angewiesen, Absentismus von Eltern, die zu Hause auf ihre Kinder aufpassen müssen, dadurch Reduzierung des verfügbaren Personals in kritischen Berufen.

Und es wurde eine klare eine Aussage gegen Panikmache und extreme Einschränkungen getroffen:

„DIE ERFAHRUNG HAT GEZEIGT, DASS MENSCHLICHE GEMEINSCHAFTEN AUF EPIDEMIEN ODER ANDERE BEDROHLICHE EREIGNISSE UM SO BESSER REAGIEREN, JE WENIGER DAS NORMALE SOZIALE FUNKTIONIEREN DER GEMEINSCHAFT GESTÖRT IST.“

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – Influenzaviren erstmals im Elektronenmikroskop sichtbar.

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – Eingeschränkt wirksame Maßnahmen:

Schutzimpfung mit antiviralen Medikamenten (da nur in der Frühphase wirksam), sofern diese vorhanden sind.

Heimquarantäne der Infizierten (Problem: Versorgung der isolierten Haushalte, Infektionsrisiko durch erzwungenes Zusammenleben gesunder Haushaltsmitglieder mit Infizierten. In Studentenwohnheimen u.ä. ergibt sich sogar ein erzwungenes Zusammenleben mit potenziell infizierten Fremden.

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006Fragwürdige Wirksamkeit:

Weitreichende Quarantänemaßnahmen – Massenquarantäne (neudeutsch: lock down). Hier besteht ein Hauptproblem in der Internierung der Infizierten mit den Gesunden, es gibt grosse Probleme mit der Versorgungslogistik.

Allgemeine Reisebeschränkungen und Schließung öffentlicher Verkehrsmittel. Hierbei enstehen erhebliche Probleme durch teilweise – und gegenwärtig auch sichtbar werdende extreme wirtschaftliche und gesellschaftliche Kollateralschäden.

Screening von Reisenden durch Temperaturmessungen,  

Verbot von Menschenansammlungen – wegen der Kollateralschäden, insbesondere wenn länger als 8 Wochen (also für die Dauer einer typischen regionalen Grippewelle) durchgeführt. 

Masken für Gesunde – Hauptproblem: nach allfälliger Durchfeuchtung der Maske fließt der Atemstrom wesentlich an den Rändern der Maske vorbei, so dass das Tragen sinnlos wird. Diese gesamte Maskenthematik ist inzwischen sehr intensiv von sämtlichen politisch und epidemiologisch Verantwortlichen in alle Richtungen diskutiert worden.  

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – das erste als Krankheitserreger erkannte Virus: Tabakmosaik-Virus

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006Wirksamkeit von Hydroxychloroquin (HCQ) bei Covid-19

Negativer Bericht im Lancet: Eine im Lancet publizierte multiregionale Analyse von „96032 Fällen aus 671 Kliniken in 6 Kontinenten“ kommt zu dem Ergebnis, Hydroxychloroquin und Chloroquin wirkten sich nachteilig auf die Letalität hospitalisierter Patienten aus.

Kritik an dem Lancetbericht aus Frankreich: Die französische Medizinervereinigung „Laissons les médecins préscrire“ (Lasst die Ärzte verordnen), die sich für das Recht einsetzt, das Medikament bei COVID-Infektionen verordnen zu dürfen, kritisiert die Studie scharf.

Es sei für nur 4 beteiligte Wissenschaftler der englischen Studie unmöglich, so rasch 96032 Patientenakten seriös zu bewerten. Man habe sich auf schwer Erkrankte im Spätstadium konzentriert; habe Fälle mit paralleler Gabe anderer antiviraler Mittel und Fälle nicht exkludiert. Parallelerkrankungen wurden nicht berücksichtigt und viele beatmete Patienten wurden in die Hydroxychloroquingruppe genommen etc.

Außerdem fällt auf, dass in vielen hier einbezogenen Fällen das nebenwirkungsreichere Chloroquin eingesetzt wurde. 

Eine vergleichende Studie von Wissenschaftlern um Prof. Raoult aus Marseille (die circa 1600 Patienten einbezieht) kommt zu gegenteiligen Ergebnissen.

Gleichzeitig breitet sich die Anwendung des Mittels aus: 

Britische Wissenschaftler starten eine internationale kontrollierte Multicenterstudie mit insgesamt 40.000 Probanden aus dem Gesundheitswesen, um zu ermitteln ob die prophylaktische Gabe von Hydroxychloroquin zum Schutzgeeignet ist.

Profitierten Polizisten aus Mumbai von HCQ-Prophylaxe? Man  bot man das Mittel Polizisten zur Vorbeugung an, von denen, die es nahmen, erkrankte keiner schwer, unter denen, die die Einnahme ablehnten, kam es zu 9 Covid-Todesfällen.

Der nigerianische Bundesstaat Jigawa meldet gute Behandlungserfolge mit HCQ plus Azithromycin, Zink und Multivitaminpräparaten. 

Das brasilianische Gesundheitsministerium empfiehlt das Mittel ausdrücklich.

Die Behörden von Costa Rica empfehlen die Anwendung.

Die Apothekerkammer von Texas lockert die Restriktionen für die Verordnung.

Aktuell – WHO nimmt tests mit Hydroxychloroquin wieder auf und bestätigt gleichzeitig die Fehler in der im „Lancet“ veröffentlichten Studie….

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-basieren-corona-studien-zu-hydroxychloroquin-auf-falschen-daten-a-2d17201f-553d-48ef-bc36-b64646fe1d4f

Zwei wichtige Studien zur Behandlung von Covid-19-Patienten basieren womöglich auf gefälschten Daten. „Katastrophe für die Wissenschaft“.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-forschung-drei-gute-studien-waeren-besser-als-100-schlechte-a-00000000-0002-0001-0000-000171426732

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – Covid-19 – Pandemie 2020: Das BfArM rät von ambulanten Verordnung ab. 

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rät von einer ambulanten Verordnung antiviraler Substanzen ab.

PCR-Tests wurden wg. WHO-Empfehlung vermutlich in größerem Umfang positiv bewertet, auch wenn das COVID-19-spezifische Gen nicht nachweisbar war: Das MVZ Labor Augsburg gab am 3.4. Folgendes bekannt: Das ORF1-Gen ist … für SARS-CoV-2 spezifisch, während das E-Gen auch in anderen Coronaviren vorkommt….   Unter Berücksichtigung der epidemiologischen Situation und der insgesamt gestiegenen Positivenrate folgen wir ab sofort der WHO-Empfehlung und geben ein Ergebnis bereits dann als „positiv“ heraus, wenn nur das E-Gen amplifiziert wurde. [Diese Bekanntmachung wurde inzwischen aus der Website des Labors entfernt].

Hierzu die WHO: In Gegenden mit erheblicher Virusausbreitung werde der PCR-Nachweis eines einzelnen Targets als ausreichend angesehen.  

In Tansania wurden Ziegen und Papayas positiv getestet: Der Präsident von Tanzania stellte einem Labor ein Falle und ließ Abstriche von Motoröl, Vögeln, Ziegen, Schafen und Papaya auf COVID-19 testen. Papaya, Ziege und Vogel testeten positiv, die Gründe dafür kenne ich nicht, auf jeden Fall aber ist es äußerst erheiternd, wie der Präsident dies öffentlich präsentierte.

https://www.youtube.com/watch?v=5b-lJLY4bgwhttps://www.youtube.com/watch?v=5b-lJLY4bgw

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – Covid-19 – Pandemie 2020 – Schutz der Kinder

Das Kawasaki – Syndrom ist gegenwärtig in aller Munde. Insbesondere bei Kindern kommt es zu Gefäßentzündungen am ganzen Körper. Aber auch dieses Syndrom ist nicht neu. Es kam auch schon vor Covid-19 regelmäßig im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen vor. In Kanada liegt z.B. die Prävalenz bei Kindern unter 5 Jahren bei 13/100.000.

Schulschließungen benachteiligen Kinder aus sozial schwachen Familien gravierend. Gründe: kein Mittagessen, kein Internet, keine Bücher zuhause, keine Förderung durch die Eltern etc. 

Mehr als 40 deutsche Wissenschaftlerinnen fordern deshalb Lösungen zur Betreuung und Bildung von Kleinkindern: Gründe sind u.a. die Beeinträchtigung des Sozialverhaltens, Nachteile für Kinder, die zuhause nicht Deutsch sprechen, ökonomische Nachteile für Alleinerziehende, Überlastung der Familien (Extremfall: häusliche Gewalt). 

Gerade auch das Thema der häuslichen Gewalt ist eminent und gegenwärtig. Es wurde inzwischen auch medial von mehreren Tötungen von Frauen allein im Land Brandenburg berichtet.

„Lasst die Kinder frei“, fordert die Journalistin Sandra Reuse, u.a. weil nicht nachvollziehbar sei, dass Erwachsene in vollen Bussen zur Arbeit fahren, während Kinder ihre Freunde nicht treffen dürfen. Zusammen mit anderen hat sie dazu eine Petition an die Kultusministerkonferenz initiiert. 

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 Gewebekultur mit Poliomyelitis-Viren

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – Covid-19 – Pandemie 2020Schutz der älteren Menschen

Gezielte Einweisung Infizierter führte zu explosionsartigem Anstieg der Todesfälle in New Yorker Altersheimen:  Ein Großteil der Todesfälle in New York entfällt auf Insassen von Alters- bzw. Pflegeheimen (>5800). Vermutlicher Grund: Auf behördliche Anordnung mussten New Yorker Altersheime circa 4300 infizierte Personen aufnehmen, die dann offensichtlich dort die Krankheit weiterverbreiteten. Daß es sich den Altersheiminsassen um eine Risikogruppe handelt, dürfte den Behörden bekannt gewesen sein.

Ähnliche Verfahrensanweisungen gelten anscheinend auch in anderen US-Bundesstaaten, wie etwa Michigan, wo ein 20jähriger geistesgestörter COVID-Infizierter in ein Altersheim eingewiesen wurde und dort einen 75-jährigen zusammenschlug.

Selbstmordgefahr bei psychisch labilen Personen

Rechtsmediziner Michael Tsokos von der Charité beschreibt acht „Corona-Suizid“fälle von Menschen, die anscheinend die mit der Coronakrise verbundene übergroße Unsicherheit nicht ertragen haben: Durch Befragungen der Angehörigen, Ärzte oder Analyse hinterlassener Abschiedsbriefe konnten die Mediziner klar feststellen: Sie alle einte die unkontrollierbar scheinende Angst vor der Erkrankung.

Und dies, sagt Tsokos, sei als Motiv so ungewöhnlich, dass er dafür einen neuen Terminus vorschlägt: den „Corona-Suizid“. … „Ich glaube, das wir in der zweiten Hälfte des Jahres viele weitere Suizide sehen werden, die dann aber eher auf sehr unsicheren wirtschaftlichen Situation geschuldet sein werden, in die viele jetzt hineinrutschen“, sagt er. „Wir wissen aus der Forschung, dass wirtschaftliche Krisen psychische Krisen nach sich ziehen — und damit steigt die Wahrscheinlichkeit für Suizide.“

Walnut Creek/Kalifornien erlebt innerhalb eines Monats ebenso viele Suizidversuche wie sonst in einem Jahr – laut Dr. Mike Deboisblanc.

https://germanmedicine.net/de/20200524-neue-alte-antipandemieplane-aus-2006-sowie-aktuelles/

Venöses High Noon – Venenthrombose / Lungenembolie

Saphenion berichtete bereits ausführlich nach den ersten Veröffentlichungen durch den Gerichtsmediziner Prof. Püschel aus Hamburg Eppoendorf von notwendigen thromboseprophylaktischen und – Thrombosetherapiemaßnahmen.

Auch beim Covid-19 kann es – wie bei vielen anderen Virusinfektionen auch – über Störungen der Blutgerinnung zu Thrombosen der Beinvenen mit folgender Lungenembolie kommen. Bei dieser Komplikation verstopft ein Blutgerinnsel eine oder mehrere Lungenarterien. Diese lebensbedrohliche Komplikation ist auch bei den anderen Coronaviren bereits bekannt gewesen und hätte bereits am Beginn der Pandemie entsprechende Maßnahmen erforderlich gemacht.

Je nachdem, wie groß das Blutgefäß ist, dass sie in der Lunge blockiert, kann eine Embolie innerhalb kurzer Zeit tödlich verlaufen – das scheint bei Covid-19 häufiger als anfangs vermutet. Sie kann aber auch längerfristig Schaden anrichten. Eine nicht tödliche Lungenembolie kann zu chronischen Störungen der Lungenfunktion führen, da ein permanenter Lungenhochdruck entsteht.

Auf Dauer ist der rechte Teil des Herzens damit zunehmend überfordert, die Patienten sind bei der kleinsten Anstrengung erschöpft, ringen nach Luft, klagen über Wasser in den Beinen und Schwindel. Die Lebenserwartung wird durch einen chronischen Lungenhochdruck in vielen Fällen eingeschränkt.

Die indirekten Schäden der Pandemie

https://www.welt.de/gesundheit/plus208006447/Coronavirus-Indirekte-Schaeden-durch-abgesagte-OPs.html

Über 900 000 aufgeschobene OPs - davon 24% Krebs - OP`s

https://www.welt.de/wirtschaft/article208557665/Wegen-Corona-In-Deutschland-wurden-908-000-OPs-aufgeschoben.html

Wie groß der OP-Rückstau weltweit ist, hat jetzt erstmals ein Wissenschaftlerteam des National Institute for Health Research (NIHR) der Universität Birmingham näherungsweise errechnet. Demnach wurden weltweit 28,4 Millionen Operationen abgesagt oder verschoben.

Das entspricht einer Quote von 72,3 Prozent. Besonders häufig wurden orthopädische Eingriffe verschoben, dicht gefolgt von der plastischen Chirurgie

52.000 Krebs-OPs in Deutschland verschoben

In Deutschland summiert sich die Zahl der abgesagten Operationen auf mehr als 908.000, darunter waren rund 851.000 elektive Eingriffe und 52.000 Krebs-OPs. Zudem sind der Studie zufolge schätzungsweise 5800 geplante Kaiserschnitte verschoben worden – bei denen allerdings davon auszugehen ist, dass sie kurz darauf als akute Eingriffe doch durchgeführt wurden. Eine Geburt lässt sich schließlich nur begrenzt verschieben.

Der OP-Stau wird Patienten, Pflegern und Ärzten rund um den Globus noch lange zu schaffen machen: Selbst wenn die Krankenhäuser nach der Pandemie 20 Prozent mehr Eingriffe durchführten als vorher, dürfte es aus Sicht der britischen Forscher 45 Wochen dauern, bis der Rückstand aufgeholt ist. 

SaphenionPatientenInfo: Grippepandemie-Studie 2006 – Covid-19 – Pandemie 2020Warum unsere Gedanken?

Warum beschäftigen wir uns in einer Fachpraxis für Gefäßchirurgie und Venenzentrum mit diesem Thema? Eine schwierige Frage? Nein! Eine sehr logische Frage! Zum Einen sind wir selbst in beiden Praxen, sowohl in Berlin als auch in Rostock, in jeder Hinsicht erheblich von der gegenwärtigen Situation betroffen.

Zum Anderen führen wir an jedem Sprechstundentag zahlreiche Gespräche mit Berliner und Rostocker Patienten. Uns werden viele Fragen gestellt, sowohl medizinischer als auch gesellschaftspolitischer und medialer Natur. Die Antworten darauf sind nicht einfach, die Antworten sind aber immer ehrlich. Deshalb haben wir auch begonnen, uns in die Materie hinein zu lesen.

Uns bedrückt zunehmend, wenn Patienten, die als Lehrer arbeiten, freimütig und detailliert vom Stress mit den Kindern und der Situation in den Schulen berichten. Und wir können das Leid von Patienten sehr gut nachvollziehen, die ihre kranken Eltern nicht besuchen oder betreuen dürfen.

Ehrlich gesagt, wir werden nachdenklich und wütend, wenn uns Patienten von Ihren Geschäften, Läden, Praxen, Studios, Galerien und Musikgruppen erzählen, die in eine Insolvenz treiben trotz finanzieller Hilfen des Staates, die aber bei Weitem zu gering bemessen sind.

Es ist aus unserer ärztlichen Sicht und unter ethischen Gesichtspunkten nur noch zum Kopfschütteln, wenn wir von Patienten erfahren, die nicht operiert worden sind an der Herzklappe oder der Halsschlagader oder dem Offenen Bein, weil die Krankenhäuser dies nicht durften … und nun mit deutlich verschlechterten Befunden auf einen neuen Termin warten.

Dies ist ethisch nicht vetretbar, hier werden Covid-19-Erkrankte in die erste Reihe gestellt und alle Anderen müssen sich dahinter anstellen. Welch gruselige Vorstellung einer politisch und medial erzeugten Hysterie und Angst, die das normale Leben mit all seinen auch traurigen und dramatischen Facetten ausblendet.

Photos:

Titelbild: Das erste Elektronenmikroskop der Welt

Saphenion, Utzius

Literatur / Links:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-basieren-corona-studien-zu-hydroxychloroquin-auf-falschen-daten-a-2d17201f-553d-48ef-bc36-b64646fe1d4f

Lyons, A.S. and Petrucelli II. R.J.: Die Geschichte der Medizin im Spiegel der Kunst; DuMont Buchverlag Köln, 1980; S. 577-580

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-05/covid-19-folgeschaeden-lunge-herz-niere-gehirn-psyche/seite-2

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