Gefäßmedizin im Spiegel der Kunst

Die Gefäßmedizin im Spiegel der Kunst

 

Auch die Gefäßmedizin spiegelte sich in der Kunst wider. Man wird zwar auf Internetsuchmaschinen nicht so recht fündig. Jedoch gibt es einige recht dicke Bücher, die zum Thema Medizin im Spiehgel der Kunst umfassend ausführen. Und wenn man sich die Mühe macht, die Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Bronzestatuen usw genauer zu analysieren, fallen auch Themen zur Gefäßmedizin ins Auge.

 

Nulla ethica  sine aesthetica

 

 

Der ärztliche Beruf im Allgemeinen und der des Gefäßmediziners im Besonderen wird regelmäßig mit gegensätzlichen Forderungen aus verschiedenen Lagern konfrontiert. Vom Arzt erwartet man, dass er verständnisvoll auf die Bedürfnisse der Patienten eingeht. Dem Kranken mehr und mehr Zeit widmen und gleichzeitig seine Kenntnisse und Kunstfertigkeit ständig verbessern. Gleichzeitig stellt man den Arzt als Händler, als Gewerbetreibenden in Sachen Gesundheit und als Medizinunternehmer dar. Der unter Zeitdruck die Untersuchungen abkürzt, den Preis seiner Waren annonciert und seine Leistung der Prüfung von Laien unterwirft. (Albert S. Lyons).

Jedoch ist die medizinische Ethik von vielen verschiedenen Einflüssen abhängig. Philosophie, Geschichte, Kunst prägen die Ethik des Berufsstandes von jeher.

 

Medizin nicht nur ein Heilmittel, Heilen nicht nur eine Disziplin

 

Medizin war und ist zu allen Zeiten im Wechselverhältnis zur Gesellschaft, aber das Können des Arztes  hängt viel mehr von den Fähigkeiten und Qualitäten ab, als von einer Philosophie oder Gesellschaftsform.

Gefäßmedizin ist in dieser Verwobenheit zwischen Geschichte, Philosophie, Kunst und Medizin erst vergleichsweise spät zum Akteur geworden. Gleichwohl spiegeln sich auch in dieser Disziplin die Abhängigkeiten  von verschiedenen Lagern, von verschiedenen Philosophien wider. Erst zu Beginn des 20 Jahrhunderts begann die Gefäßchirurgie, begann die Venenheilkunde auf dem Medizinmarkt. Und gleichwohl ist auch die Gefäßmedizin nicht nur ein Heilmittel, nicht nur eine Disziplin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sitzende weibliche Figuren mit Zeichen einer Adipositas und Lymphödemen (um 6500 v. Chr.)

 

 

Gesicht mit einseitiger Lähmung wie nach einem Schlaganfall – Arterienverschluss? Embolie?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Altchinesische Medizin: Arzt untersucht Patientin durch Pulstasten (li..), Pulstabelle zur Diagnosik innerer Organe (1693, re. Bild).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stählerne Skalpelle zur Krampfader -Op (1860, li.), Asklepios – Dank für eine Krampfaderheilung (290 v.Chr.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Behandlung von Beingeschwüren, Ulcera crures (1572); De Motu Cordis – Holzschnitte, mit denen William Harvey den Blutkreislauf erklärte (1628).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darstellung Arterien der Hirnbasis (um 1700); Leonardo da Vinci: Kreislauf der Vena cava (um 1500).

 

 

Hans Gersdorff: „Feldtbuch der Wundartzney“ (1540) – Amputation eines abgestobenen Unterschenkels (arterielle Durchblutungsstörung?)

 

 

Thomas Rowlandsons Karikatur des Arztberufes (um 1800)

 

 

Robert Hinckley: Erste öffentliche OP unter Narkose – es wurde an den Halsvenen operiert (1882).

 

 

Dank an Professor Klaus Bürger (1933 – 2007)

 

Mein Dank gilt meinem gefäßchirurgischen Lehrer an der Berliner Charité, Hern Prof. Klaus Bürger. Er betreute sowohl meine Diplomarbeit als auch meine Promotionsarbeit. 

In den ersten Jahren nach 1990 zog es uns bei Kongressbesuchen auch gemeinsam in Galerien und Antiquitätenläden, um „Medizin in der Kunst“ zu suchen. 

Zur Eröffnung meiner Praxis SAPHENION im Februar 1997 schenkte er mir das Buch:

„Die Geschichte der Medizin im Spiegel der Kunst“ von Albert S. Lyons und R. Joseph Petrucelli II, erschienen in der deutschen Erstausgabe 1980 bei Du Mont Buchverlag Köln.

 

 

Links / Artikel:

 

https://g.co/kgs/tNUFk4

 

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00772-007-0571-7

 

 

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