Saphenion®: Thrombose durch Grippe-Impfung?

Saphenion®: Thrombose durch Grippe-Impfung? Ein Fall aus der Praxis

Saphenion®: Thrombose durch Grippe-Impfung? Diese Frage stellte sich uns in einem klinischen Fall. Im Februar kam eine Patientin zu uns, bei der wir 20 Tage vorher, im Januar 2022, eine Verklebung der Stammkrampfadern beider Beine durchgeführt hatten. Nunmehr sollte die sich, ca. 14-21 Tage nach dem Verkleben, die Mikroschaumtherapie der Seitenastkrampfadern anschließen.

Bei der klinischen und duplexsonografischen Untersuchung der Patientin zeigte sich akut und ganz frisch eine massive Thrombose der oberflächlichen Venen am li. Bein. Hier waren präoperativ massive Seitenastkrampfadern am Oberschenkel bereits diagnostiziert worden. Diese sollten nunmehr eigentlich mit Hilfe der Mikroschaumtherapie verschlossen werden. Der Befund verbot jedoch jede lokale Therapie und wir begannen mit einer medikamentösen Thrombosetherapie mittels Arixtra 7.5mg-Spritzen.

Die Ultraschalluntersuchung zeigte massiv erweiterte und mit frischen Gerinnseln gefüllte Seitenastvenen in der betroffenen Region. Eine Probepunktion bestätigte den klinischen und sonografischen Befund, wir konnten frisch geronnendes Blut absaugen. Eine Verbindung dieser thrombosierten Seitenastkrampfadern zur mit Venenkleber verschlossenen Stammkrampfader der Vena saphena magna bestand nicht. Auch war die Zeit vom VenaSeal®-Eingriff der Vene bis zum Entstehen der Venenthrombose bereits drei Wochen her (Bilder unten).

Die Patientin konnte auch exakt vom Beginn der Beschwerden in den oberflächlichen Venen am li. Bein berichten. Der Beginn lag ca. 36 Stunden nach einer Grippeschutz-Impfung. Die Thrombose zeigte eine deutliche Zunahme in den folgenden Tagen. Wichtig in diesem Zusammenhang erscheint uns aber der Hinweis, daß die Patientin im Mai und Juli 2021 ihre zwei Covid-19 – Impfungen erhalten hatte. Wie bereits häufig auch von uns beschrieben und in mehreren wissenschaftlichen Veröffentlichungen, u.a. von der Uni Greifswald bestätigt, erzeugen die mRNA-Impfstoffe eine Entzündung der Gefäßinnenwände an defekten und klappenlosen Venen.

Diese Entzündungen können sehr häufig zu Thrombosen in den betroffenen Venen führen. Die Thromboseneigung infolge entzündlicher Reizung durch die mRNA-Impfungen befällt die von uns bereits beschriebenen Risikogruppen in hohem Maße. Bei der Patientin lagen mehrere Risikofaktoren vor, neben der massiven Krampfaderausprägung an beiden Beinen hatte in der Vergangenheit bereits eine Thrombose stattgefunden. Eine genetisch bedingte Thromboseneigung bestand jedoch nicht!

Die Patientin besuchte unsere Praxis bereits 2 Tage nach dem Beginn unserer medikamentösen Thrombose-Therapie, gekoppelt an eine 24h-Kompressionsstrumpf-Therapie und eine Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) und Massagetherapie. Sie berichtete von deutlich nachlassenden Beschwerden am li. Bein und einem wesentlichen Rückgang der Schwellungen und Schmerzen in den betroffenen Venen (siehe Bilder unten).

Wir führten – wie geplant – am nicht erkrankten rechten Bein eine Mikroschaumtherapie durch. Diese zeigte keine Komplikationen und weitere 6 Tage nach dieser Therapie wurde im Patientengespräch eine weitere Befundbesserung geschildert.

Nunmehr ist ein weiterer Kontrolltermin vereinbart worden. Die Therapie der thrombosierten Venen des linken Beinse wird von uns frühestens in 2-3 Monaten durchgeführt werden.

Aktuell stellt sich für uns nunmehr aber die Frage nach der Ursache für diese rasant entstandene ausgeprägte Hautvenenthrombose. Waren es die entzündlichen Venenwandveränderungen durch die Covid-19 Impfung, war es die frische Grippeschutzimpfung oder war es eine Kombination beider Impfungen mit dieser massiv krankhaften Veränderung in den Beinvenen?

Saphenion®: Thrombose durch Grippe-Impfung? Mögliche Ursache Covid-Impfung

Bereits Prof. Püschel, der jetzige SeniorProfessor für Pathologie an der Hamburger Uniklinik in Eppendorf hat im April/Mai 2020 auf mögliche Corona -Nebenwirkungen und auch Impfschäden hingewiesen. Wir hatten seinerzeit mit Prof. Püschel gesprochen und dann eine Aufstellung von Risikogruppen aus der Sicht unseres Fachgebietes Gefäßchirurgie / Phlebologie erstellt.

Aus unserer gefäßchirurgischen Sicht sind Risikogruppen definiert worden, bei denen ganz besonder sorgsam im Vorfeld einer Covid-19 Impfung anamnestisch und klinisch voruntersucht werden sollte:

  1. Patienten mit bekannter Thromboseneigung durch angeborene oder erworbene Gerinnungsdefekte;
  2. Patienten mit bereits erlebter Thrombose und / oder Embolie;
  3. Patientinnen mit hormoneller Therapie durch östrogenhaltige Antibaby-Pillen;
  4. Patienten mit schweren venösen Erkrankungen (chronisch venöse Insuffizienz);
  5. Patienten mit aktuell positivem Covid-19 Test unmittelbar vor der Impfung;
  6. Patienten mit Multiallergien;
  7. Patienten mit niedriger Thrombozytenzahl im Blut (< 100 000) 
  8. Patienten mit HIT – Syndrom (heparinerzeugte Thrombozytenabsenkung im Blut)
  9. Patienten mit Diabetes oder „Raucherbein“ und arteriosklerotischen Gefäßwandveränderungen von Arterien

Bei diesen Patientengruppen ist durch den Hausarzt / Facharzt oder auch die Impfärzte in den Impfzentren eine umfassende Anamnese zu erheben, die Aufklärung muss zwingend die möglichen individuellen patientenbezogenen Risikofaktoren erklären und es ist eine Thrombose- / Embolieprophylaxe und antiallergene Medikation zu prüfen. Eine alleinige schriftliche Befragung durch standardisierte Fragebögen ist hier nicht zielführend und auch haftungsrechtlich kritisch zu sehen. Im konkreten oben beschriebenen Fall konnte sich die Patientin nicht an ein solches Herangehen vor der Covid-Impfung erinnern.

Saphenion®: Thrombose durch Grippe-Impfung? Mögliche Ursachen

Auch das Grippe-Virus greift die Innenwände von Venen und Arterien im menschlichen Körper an. Und auch dorthin muß der Impfstoff hinzielen. Grippe-Infektionen können die Plaques, die bei Arteriosklerose die Gefäßwände ummanteln, so destabilisieren, dass sich Teile davon lösen und die Herzkranzgefäße zu verstopfen drohen. Sie erhöhen auch die Zähflüssigkeit des Blutes während des Fiebers oder verändern die Blutgerinnungsfaktoren so, dass die Gefahr für Blutgerinnsel ansteigt.

Zudem werden Entzündungsprozesse im Körper beschleunigt. Einige Influenza-Virenstämme können auch direkt den Fettstoffwechsel ungünstig beeinflussen.

Influenza-Infektionen tragen dazu bei, dass jahreszeitlich bedingt mehr Menschen an Herz- und Gefäßerkrankungen versterben. Wissenschaftler von der Columbia-Universität registrierten für New York in den Winterhalbjahren zwischen 2006 und 2012 mit rund 88.400 an Herzversagen Verstorbenen fast ein Drittel mehr Todesfälle als in den Sommermonaten. Die allermeisten von ihnen waren über 65 Jahre alt. Besonders häuften sich diese Sterbefälle rund drei Wochen nach einer Grippewelle. Bis zu 13 Prozent nahm die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit dann zu. Unter all den nach einer Grippewelle übermäßig auftretenden Herz- und Gefäßerkrankungen / Thrombosen führte insbesondere der Herzinfarkt zum Tode.

Wir haben es beim Grippe-Virus also auch mit einem Virus zu tun, dass aktiv an Gefäßwänden Entzündungen setzt und damit eine Übergerinnbarkeit des Blutes erzeugt.

Die zuständigen Gesundheitsbehörden, Pharmahersteller und Ärzte sprechen sich immer wieder für die Grippeimpfung aus und betonen dabei, dass sie der beste Schutz gegen die Influenza sei, die ja bekanntlich auch tödlich enden könne. Nebenwirkungen werden hingegen völlig vernachlässigt. Todesfälle infolge einer Grippeerkrankung werden besonders bei alten Menschen beobachtet.

Wie bei Corona auch – wenn diese Menschen während oder nach einer Grippe sterben, dann sterben sie an der Grippe – so wird offiziell verkündet, sie sterben „selbstverständlich nicht“ an den Nebenwirkungen der Grippeimpfung. Stattdessen wird erklärt, dass sie – aufgrund ihres hohen Alters – sowieso gestorben wären, es sich also nur um einen Zufall handle, wenn die Grippeimpfung dem Tode vorangegangen war.

Eine 2011 im International Journal of Medicine veröffentlichte Studie, hatte bereits damals ergeben, dass zu Nebenwirkungen einer Grippeimpfung (wie auch bei Corona-Impfstoffen) auch entzündliche Veränderungen an Herz und Gefäßen gehören können. Somit stellt die alljährliche Grippeschutzimpfung u.a. ein erhöhtes Herzinfarktrisiko dar. Zusätzlich werde der Herzrhythmus beeinträchtigt (Herzrhythmsstörungen)

Weiterhin wurde festgestellt, dass Grippeimpfstoffe mit einer entzündlichen Reaktion an den arteriellen und venösen Gefäßwänden einhergehen und die Aktivierung der Blutplättchen einleiten, was wiederum zur Nebenwirkung Thrombose führt.

Saphenion®: Thrombose durch Grippe-Impfung? Unsere Meinung:

Aus unserer Sicht bestand bei unserer o.g. Patientin eine von der Covid-Impfung erzeugte Venenwandschädigung, die zwar im Abklingen war. Durch die durchgeführte Grippeschutz-Impfung wurden die durch die Covid-Impfung erzeugten Entzündungsprozesse an den Venenwänden reaktiviert und führten letztendlich zu der Entstehung der massiven Hautvenenthrombose.

Es handelt sich wahrscheinlich um eine spezielle Kombination verschiedener biochemischer, entzündlicher und anatomischer Strukturen, die im oben beschriebenen Fall zu dieser gefährlichen Komplikation geführt haben. Diese klinische Erfahrung hat bei uns dazu geführt, das in gleich gelagerten Fällen an mögliche pathologische Prozesse wie oben beschrieben gedacht werden muß. Eine effektive Vorplanung der Therapie und Prophylaxe sollte hierbei unbedingt beachtet werden.

Die sensible medizinische Beobachtung der Coronazeit mit all ihren Maßnahmen und Therapieempfehlungen zeigt nunmehr mit dem Finger auch auf die seit Jahrzehnten nahezu kritiklos durchgeführten Grippeschutz-Impfungen. Das Covid-Virus, wie auch das Grippe-Virus greifen die Gefäßwände der Arterien und Venen an. Und so führen auch beide Impfkampagnen zu ähnlich möglichen Komplikationen.

Aus unserer Sicht gilt es nunmehr, die Risikogruppen einer Corona-Impfung auch für die Grippe-Impfung ähnlich zu definieren (siehe oben) und entsprechend aufklärend und vorbeugend zu arbeiten!

Bilder / Photos: Utzius

Literatur / Links:

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